Weihnachten steht vor der Tür. Das Jahr geht zu Ende. Gottseidank möchte man heuer sagen. Wobei: Das kommende Jahr bringt wohl wenig Aussicht auf Besserung. Nein, wir wollen an dieser Stelle nicht auch dem alles behrrschenden Thema erliegen.

Gezeigt hat das endende Jahr, dass die Fotografie ein ruhender Pol sein kann – wenn man sich darauf einlässt. Und dann ermöglicht sie es einem, für einen Moment anzuhalten und auszusteigen. Es zählt nur der Moment, nichts anderes ist wichtig. Und genau das ist es, was uns allen in diesen Zeiten gut tut. Solche „Inseln“ im Alltag sind wertvoll. Jeder Mensch braucht sie. Sie sind bedeutsam für unsere Gesundheit, geistig wie auch körperlich.

Wir wünschen Euch allen besinnliche Adventstage, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute – vor allem Gesundheit – im neuen Jahr.

 

Wer sich drei Minuten Zeit nehmen möchte, für den haben wir heuer einen kleinen Film von Saurav Sinha, in dem er erzählt, was Fotografie für ihn bedeutet:

Wir haben den Inhalt natürlich auch in deutscher Übersetzung für Euch:

Fotografie – das Wort hat seine Bedeutung weitgehen verloren. Heute liegt für die Menschen die Bedeutung auf der Anzahl ihrer Follower und Likes oder in lästiger Pflicht.

Ich hingegen fotografiere nicht für die Zahl der Follower oder Likes. Ich fotografiere einfach weil es mich glücklich macht. Der Grund, warum ich begonnen habe zu fotografieren, ist meine Liebe zur Natur. Und ich bin froh, dass sich das bis heute nicht geändert hat. Ich liebe es, der Natur nahe zu sein, jedes noch so winzige Detail zu entdecken und diese Momente mit meiner Kamera festzuhalten. Der Klang des Winds, raschelnde Blätter, Wassertropfen und fließendes Wasser geben mir ein Gefühl von… *einatmen* – ich kann es nicht in Worten wiedergeben. Dieses Gefühl ist ganz besonders.

Wenn ich in der Natur unterwegs bin und dabei fotografiere, vergesse ich all meine Probleme. Und ich erkenne: Das Leben ist großartig. Und deshalb ist Fotografie so besonders für mich. Es ist wie Meditation, Therapie. Es beruhigt mich innerlich. Ein Fotograf „nimmt“ kein Bild (auf) – ein Fotograf „macht“ ein Bild. Bei der Fotografie geht es nicht nur darum, gute Bilder aufzunehmen. Es geht um die Freude an dem ganzen Ablauf, an der „fotografischen Reise“.

Viele Menschen sehen Fotografie als Wettbewerb und setzen sich dauernd dem Druck aus, gute Fotos aufzunehmen. Bist Du einer davon, kannst Du Fotografie nicht genießen, wirst Du auch Deine Kreativität nicht vollständig ausleben können. Du möchtest wissen, wie Du ein besserer Fotograf wirst? Hör auf damit, dich auf Likes und Follower in sozialen Medien zu konzentrieren: Das bedeutet gar nichts. Hör auf, dich darüber zu beklagen, dass Du keine teure Ausrüstung hast. Eine bessere Kamera macht Dich nicht zu einem besseren Fotografen. Hör auf, Dich selbst unter Druck zu setzen und fange an, zu genießen.

Möchtest Du Deine Fotografie verbessern, fange an sie zu genießen.